Holzfußboden aus Parkett, Dielen oder Laminat – welcher ist der beste?

Kein natürlicher Rohstoff macht das Wohnen so angenehm wie Holz! Aber welcher Holzfußboden eignet sich am besten für Ihre Wohnung, Ihr Büro oder Unternehmen? Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Varianten aus Parkett, Dielen oder Laminat vor und erklären Ihnen die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Die Vorteile eines Holzfußbodens

Kein natürlicher Rohstoff macht das Wohnen so angenehm wie Holz! So hat ein echter Holzfußboden gleich vier unbestechliche Eigenschaften: Er fühlt sich gut an unter Ihren Füßen, er ist leicht zu reinigen, durch eine natürliche Maserung ist er immer individuell und er sieht einfach gut aus! Holz passt sich seinen Umgebungsbedingungen an. Dadurch ist er mit seinen isolierenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften im Sommer kühl und im Winter warm. Ein Holzfußboden mit einer geschlossenen Oberfläche ist leicht zu reinigen und hygienischer als viele andere Bodenbeläge.

Für welchen Holzfußboden entscheidet man sich am besten?

Das Gute am Material Holz ist: Es ist zeitlos und passt einfach immer. Unzählige Holzarten und moderne Verarbeitungsformen bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten für Ihren Boden. Ganz nach Ihrem Geschmack und Ihrer Wohnsituation können Sie sich für unterschiedliche Holzböden entscheiden. Welcher Holzboden soll es sein:

  • Parkett,
  • Holzdielen oder
  • Laminat?
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir Ihnen einige Besonderheiten, die Vor- und die Nachteile zusammengetragen.

Parkett als Holzfußboden

Der Parkettboden ist definitiv der repräsentativste unter den Holzfußböden. Kein Wunder – schließlich besteht Parkett meist aus massivem, hochwertigem Holz von Laubbäumen wie Eiche oder Buche. Während man in früheren Zeiten vor allem Bretter roh oder gehobelt aneinanderlegte, kam im 16. Jahrhundert in hohen Herrschaftshäusern das Parkett in Mode. Mit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts zog der Parkettfußboden auch in bürgerliche Häuser und Wohnungen ein. Kleinere Holzelemente, Fischgrät- oder Mosaik-Muster – alles war möglich. Der größte Vorteil von Parkett liegt natürlich in seiner Qualität. Dabei muss man allerdings unterscheiden, ob es sich um Einschicht- und Mehrschicht-Parkett (Fertigparkett) handelt. Einschicht-Parkett besteht aus Vollholz, während beim mehrschichtigen Parkett nur die Deckschicht aus Vollholz besteht. Desto dicker die Vollholzschicht, desto höher die Qualität des Parketts.

Holzdielen als Holzfußboden

Die Holzdielen sind die älteste Form des Holzfußbodens und werden in Europa seit dem Mittelalter verlegt: im 13. Jahrhundert noch als rohe, später als gehobelte Bohlen. Strenggenommen sind Holzdielen eine Variante des Parketts – nur eben als Einstab-Bretter. Im 19. Jahrhundert, besonders zur Gründerzeit, wurden Holzdielen in Wohnhäusern verlegt. Dort liegen sie meist noch heute und müssen lediglich aufgearbeitet werden. Dielen sind also „Holzbretter“, die aus jeder Holzsorte hergestellt werden können. Genauso wie beim Parkett spielt für die Qualität der Diele eine Rolle, aus welcher Holzart sie besteht. So ist eine Massivholzdiele aus Eiche – die Königin der Holzarten – natürlich hochwertiger und langlebiger als eine Diele aus schnellgewachsener Kiefer. Neben der Holzart definieren sich die unterschiedlichen Dielen-Arten über die Stärke, Breite und Länge der jeweiligen Diele und der Art der Verleimung. Die Vorteile von Parkett und Holzdielen aus Massivholz:

  • nachhaltiger Fußboden aus natürlichem Material,
  • gute Wärmedämmung und Feuchteregulierung,
  • langlebig und abschleifbar,
  • hohe Hygiene und pflegeleicht,
  • lärmdämmende Eigenschaften,
  • für Fußbodenheizung geeignet.
Die Nachteile von Parkett und Holzdielen können sein:
  • Holz arbeitet: Fugen und Riss-Bildung möglich,
  • eignen sich nur für Räume mit idealer Luftfeuchtigkeit (50-65 %),
  • wischen nur mit einem nebelfeuchten Tuch.

Parkett oder Holzdielen – eine Frage der Qualität

Die Entscheidung, ob Sie lieber Parkett oder Holzdielen nehmen, ist eine optische Entscheidung: Mögen Sie lieber eine gerade Langdiele oder ein aufwendiges Fischgrät-Parkett? Das können nur Sie selbst entscheiden! Alles andere ist eine Frage der Qualität. Dielen neigen zwar mitunter zur Fugenbildung, aber auch das gilt nur für schwimmend verlegte oder genagelte Holzdielen. Genauso wie beim Parkett gibt es bei verklebten Dielen dieses Problem nicht. Holzmaterial, das auf den Boden geklebt wird, ist also immer besser als schwimmend verlegte Fertig- und Industrie-Produkte. Genauso steht es um die Frage nach der Qualität des Materials. Holzarten wie Eiche oder Buche sind länger gewachsen und haben eine höhere Qualität als schnellwachsende Holzarten. Ganz klar ist, dass Massivholz einem Industrie-Produkt aus mehreren Schichten vorzuziehen ist. Eine Massivholzdiele hat eine viel größere Nutzschicht als ein günstiges Fertig-Parkett aus dem Baumarkt.

Und zu guter Letzt – das Laminat als Fußboden

Im Gegensatz zum Massiv-Parkett oder den Holz-Dielen besteht Laminat nicht wirklich aus Holz. Hier sind eine Holzfaserplatte, Papier und Klebstoff in mehreren Schichten miteinander verklebt. Dabei wird eine günstige Trägerschicht mit einer Holz-Dekorationsschicht versehen. Das Laminat möchte also gerne wie Holz aussehen, ist aber weder in der Optik noch in der Haptik mit einem echten Holzfußboden vergleichbar. Der beste Test dafür ist der Barfußtest. Ein Vorteil von Laminat ist, dass es im Vergleich ein recht günstigster Bodenbelag ist. Auch lässt sich Fertig-Laminat schnell und relativ leicht verlegen. Durch eine glatte, beschichtete Oberfläche lässt sich auch Laminat gut pflegen. Im Gegensatz zu echtem Holz bietet es aber keinen Schallschutz und keine besondere Wärmedämmung. Durch die dünne Beschichtung ist Laminat nicht langlebig, es kann nicht wieder aufgearbeitet werden.

Fazit:

Für welche Art von Holzfußboden Sie sich entscheiden, hat vor allem mit Ihrem Geschmack und Budget zu tun. Laminat ist etwas für den kleinen Geldbeutel. Da Laminat kein echtes Holzprodukt ist, kann es nicht wieder aufgearbeitet werden. Auch sonst hat das Laminat einige Nachteile in der Qualität zu verzeichnen. Als Industrieprodukt ist es nicht natürlich, nicht wärmeregulierend und bietet keinen Schallschutz. Ob Parkett oder Holzdielen würden wir nach der Qualität des jeweiligen Baustoffs entscheiden. Im Idealfalle geben Sie immer Massivholz den Vorzug. So ist eine Holzdiele oder ein Parkett aus Massivholz natürlicher, langlebiger und nachhaltiger als Laminat oder Fertig-Parkett. Auch die Holzart entscheidet über die Qualität Ihres Bodens. Ein Boden aus Eichenholz ist hochwertiger als aus einer schnellgewachsenen Kiefer, wo das Holz eventuell noch arbeitet. Wenn Sie sich also für ein Qualitätsprodukt entschieden haben, geht es nur noch darum, was Ihnen am besten gefällt: Holzdiele, Fischgrät-, oder Tafelparkett – Hauptsache aus Holz!

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